Dubai Mall
Die Anlage ist gewaltig. Auf vier Ebenen schlendert man an über 1000 Läden vorbei. Immer wieder gibt’s Verbindungen zu den anderen Etagen und Knotenpunkte, welche dank ihren Attraktionen als Orientierungshilfe dienen. Die Wegführung ist denkbar simpel – eine abstrahierte Acht – mit den Attraktionen logisch verteilt. Dass man sich doch nicht so ganz zurecht findet, schreibe ich weniger der gewaltigen Ausdehnung zu, sondern dem Fakt dass es keine Möglichkeit einer Referenz in einem übergeordneten System gibt. Was ich damit sagen möchte, ist folgendes: In einer normalen Stadt gibt es zum Beispiel einen Kirchturm, nach dem man sich richten kann und gemäss welchem man immer weiss, wo im Verhältnis zur Gesamtheit man sich befindet. In der Dubai Mall – wie auch in anderen nach Innen gerichteten Anlagen wie Casinos – fehlt dieser Bezug und zwar ganz bewusst. Die Orientierung ist lediglich selbstbezogen.
Die Dubai Mall hat enormes Potenzial, ein städtischer Ort zu werden. Dank den breiten Wegen, den verschiedenartigen Plätzen mit etlichen Sitzgelegenheiten und den vielen Sehenswürdigkeiten, welche nichts mit Konsum zu tun haben, wird dieser halböffentliche Raum hoffentlich bald wie ein öffentlicher Raum eingenommen. Hoffentlich auch mit den nicht-autorisierten Aktivitäten, was ich aber bezweifle.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie Dubai es schafft, Grosses zu schaffen. Mit der Dubai Mall ist es wieder einmal gelungen. Schaut man etwas genauer ins Detail, mag etwas Ernüchterung aufkommen, sollte aber dem Gesamteindruck nichts anhaben. Was mich auch immer wieder erstaunt, dass Dubai es nie schafft, den Verkehr in den Griff zu kriegen. Um zehn Uhr abends stand ich für etwas zu lange im Stau, nur um in der Parkanlage das absolute Blechchaos zu erleben. Das Verlassen des Konsumtempels gegen Mitternacht war noch eindrucksvoller: geschlagene 20 Minuten irrte ich in der Anlage herum, fuhr die Rampe hoch, drehte nach links, Etagen runter, gerade aus, dann rechts… Endlich spuckte mich das Teil aus – an einer ganz anderen Ecke als ich wollte. Empfehlung: Anreise per Taxe und viel Glück wieder eine zu kriegen beim Verlassen!
Und noch ein kleiner Nachtrag zum Aquarium: Es ist wirklich eindrucksvoll!
Fotos sind enorm schlecht, da mit dem Mobiltelefon aufgenommen – sorry.




