Kreative Leinwand

[Kunst]
So heisst die Ausstellung, welche derzeit im Grand Hyatt gezeigt wird.  Gründe gibt’s viele, die Ausstellung zu besuchen. Ich zum Beispiel wurde von jemandem gefragt, ob ich mitkommen möchte, was ich aus sozialen Überlegungen nicht ablehnen wollte.

Es werden etwa zehn Künstler ausgestellt. Die meisten stammen aus der Golfregion oder Indien, leben aber nicht unbedingt in diesem Gebiet. Auch jüngere Kunstschaffende sind vertreten, was mich freut. Die Arbeiten selbst reichen von realistisch bis abstrakt und von gemeingefällig bis experimentell.

Interessant fand ich die Arbeiten einer jungen Inderin, welche in Irak aufgewachsen ist. Mit ihrem graphischen Ansatz bewegt sie sich irgendwo zwischen Popart und Manga. Doodle ähnliche Figuren überlagert sie mit im Prinzip rigiden Punktrastern und verankert das Bild in verspielter weise im Raum. Dieser Effekt wird erhöht durch die minimale Farbvarianz.

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Kunst am Bau – die zweite

[Kunst]

Wieder einmal geht es um Kunst am Bau, Kunst die eher als Graffiti gesehen und mit dem nächsten Pinselstrich in die Vergessenheit gewischt wird. Letztes mal zeigte ich Bilder von einer Baustelle. Dieses mal war ich in einem halb verlassenen Arbeitercamp. (Hier Bilder eines voll belegten Camps)

Trotz den wiederwärtig(st)en Lebensumständen schufen sich gewisse Leute Platz für Kunst und damit – so denke ich – ein bisschen Menschenwürde. Es sind Träume, Hoffnungen und Gefühle die hier ihren Ausdruck finden. Ich wünsche allen – nicht nur den Künstlern – dass sie bald dort sein werden, wo sie ihre Phantasie hingetragen hat.

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Ein Wochenende in Abu Dhabi

[Kunst]
Wieder einmal ging’s in die Hauptstadt zwecks Kulturkonsums. Zuerst besuchte ich eine Ausstellung von Linda Stephanian und dann eine Theater/Tanz-Vorführung von Juliette Binoche und Akram Khan. Die Ausstellung mit Werken von Emiratischen Künstlern konnte ich aus Zeitmangel nicht mehr besuchen (ich vergeudete meine Zeit, indem ich mich in der Stadt verfuhr).

Linda Stephanians derzeitige Ausstellung in der Ghaf Galerie in Abu Dhabi, gibt einen guten Einblick, wie sich die Künstlerin im letzten Jahr weiterentwickelt hat. In ihrer letzten Ausstellung konnte man bereits sehen, wie sich Linda mit fragileren und weicheren Formen auseinandersetzte. Dies tat sie mit dünenartigen Figuren, die sich nur zaghaft aus der Fläche hoben. Die nun ausgestellten Arbeiten haben sich komplett vom Grund gelöst und stehen frei im Raum. Sie gleichen erstarrtem Rauch, einem Luftwirbel, der sich jederzeit anders formieren oder auflösen könnte. Die menschliche Figur ist immer noch Thema ihrer Arbeiten, wobei die Extremitäten je länger je mehr nicht mehr als Körperteil zu verstehen sind sondern als Bewegungslinien. Insofern schafft es die Künstlerin, ihren dünnen Arbeiten eine Leichtigkeit einzuhauchen, die ansonsten zerbrechlich wirken könnten.

 

Linda 1


In-I hiess die Produktion der beiden Künstlern Juliette Binoch und Akram Khan, welche im Emirates Palace in Abu Dhabi zu sehen war. Ich kannte weder Juliette, eine Oskar gekrönte Schauspielerin aus Frankreich, noch Akram, einen britischen, Modern-Dancer mit arabischen Wurzeln; der Bühnenbildner Anish Kapoor war mir allerdings ein Begriff – er ist ein Künstler mit indischen Wurzeln und hat auch schon in der Tate Modern ausgestellt.

Mir hat das Stück sehr gut gefallen. Das ganze war abstrakt gehalten – auf allen Ebenen. Mit Verdichtungen schafften es die Künstler, die Aufmerksamkeit immer wieder umzulenken. Die Lichtinszenierungen spielten dabei eine wichtige Rolle und inszenierten frappante Effekte. Wirklich ein grandioses Feuerwerk an Tanz, Theater und Kulissendesign.

Die anschliessende Diskussion verliess ich frühzeitig – manchmal sollte man Kunst für sich selber sprechen lassen und nicht intellektuell nachpräparieren. In diesem Sinne höre auch ich jetzt auf.

 

In-I


And for my English-speaking friends

Some thirst for cultural activities brought me to the capital last weekend. First, I visited an exhibition with works by Linda Stephanian and then a dance/theater performance by Juliette Binoche and Akram Khan. There was also an exhibition on Emirati art, but I was not able to see it; I wasted my time drifting about the town not knowing where I was.

The group exhibition at Ghaf Gallery gives a good impression in how Linda Stephanian has developed over the past year. In early 2008, Linda’s interest in fragile and soft forms was already visible. However, her dune like forms developed in the plane, just barely leaving the ground. Her new work has lifted off the canvas and became independent and freely moving in space. Her sculptures have a feel of a frozen whirl of air, a snapshot which could change into another shape any time – or dissolve forever.

The human figure remains in Linda’s focus. However, it seems that the extremities of her creations more and more lose the understanding of being a body part and become rather a trace of movement. It might be this aspects that allows the artist to inspire her fine structures with grace which otherwise might have come across as fragility.

Linda 2


Juliette Binoch and Akram Khan were the artists behind the In-I production shown at Emirates Palace in Abu Dhabi. I neither knew Juliette, a French actress who received an Oscar, nor Akram, a British modern dancer with Arabic roots. However, Anish Kapoor, the Indian artist responsible for the stage design, was not unfamiliar to me as I have seen an installation of his at the Tate Modern in London years back.

I very much enjoyed the performance. The setting was abstract and so were the drama and the dance elements. The artists changed the focal points every once in a while by increasing density in one of their media. The light design played a vital role and created amazing effects. It was a truly fascinating firework of dance, drama and stage design.

I left the discussion taking place after the performance early – too much intellectual interpretation. Sometimes art needs to speak for itself. In this sense, I shall close my blog entry now.

Galerien in Dubai

[Kunst]
Sehr geehrte Frau Giesselmann

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie wollten gerne mehr über die Galerien in Dubai wissen. Hier eine Ansammlung:

Galerien mit internationaler Ausrichtung:

http://www.b21gallery.com
http://www.focusartgallery.com
http://www.courtyardgallerydubai.com
http://www.artattackgallery.net
http://www.gagallery.com
http://www.cuadroart.com
http://www.majlisgallery.com
http://www.xvagallery.com

Galerien mit Schwerpunkt Naher Osten:

http://www.thethirdline.com
http://www.the-flyinghouse.com
http://www.basementdubai.com
http://www.artspace-dubai-com
http://www.meem.ae

Weitere Galerien:

http://www.ayyamgallery.com
http://www.artdubai.com
http://www.4walls-dubai.com
http://www.1x1artspace.com
http://www.arthousedubai.com
http://www.theemptyquarter.com
http://www.galleryelementa.com
http://www.tashkeel.org

Weitere, interessante und vielleicht hilfreiche Links:

http://www.carbon12dubai.com
http://www.cultureartsdubai.ae
http://www.viatraffic.org
http://www.aauae.org
http://www.uaeturath.com
http://www.almajidcenter.org
http://www.alowaisnet.org

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit weiter helfen.

Dubai wurde erst etwa vor zwei Jahren mit obigen Reichtum an Galerien beschenkt. Der Kunstmarkt ist wohl ein guter Indikator für das Reifen eines Marktes; der Kunsthandel entwickelt sich normaler weise erst nachdem der Markt gefestigt ist. Ich denke, der Kunstmarkt in Dubai konnte sich in den letzten paar Jahren noch nicht etablieren und festigen – hoffe aber, dass ich eines besseren belehrt werde. Es wird spannend sein zu sehen, wie sich dieser Markt in der kommenden Zeit entwickeln wird.

Viel Erfolg und mit freundlichen Grüssen

André Meyerhans

Burj Dubai

Dubai Adventskalender - Art Fair

[Kunst]
art fair

Auf Galerien Tour

[Kunst]

Heute war wieder einmal so ein Tag: Ich ging auf Galerien Tour. Zum ersten mal besuchte ich auch eine neue Galerie. B_asement heisst das Teil und wurde von Künstlern und Architekten gegründet. Es liegt irgendwo im Industriequartier – etwas versteckter als die anderen Galerien dieser Gegend. Sowohl Ausstellung als auch Räumlichkeiten sind gut gemacht. Zur Zeit darf man Fotographien vom iranischen Filmemacher Abbas Kiarostami bewundern. Die Arbeiten entstanden zwischen 1978 bis 2003 und zeigen ausschliesslich Strassen. Deshalb auch der Titel der Ausstellung „Road.“ Interessant finde ich, dass der vierzig jährige Künstler immer noch in Teheran lebt und dieses Umfeld als seine Inspirationsquelle bezeichnet. Alle Arbeiten strahlen eine melancholische Ruhe aus, welche einem so schnell nicht los lässt.

Abbas Kiarostami

 

Kurz erwähnen möchte ich die Ausstellung in der Third Line Galerie, dies deshalb, weil auch dort ein iranische Arbeiten zu sehen sind – jedoch sind die beiden Kunstschaffenden und ihre Arbeiten weit auseinander. Laleh Khorramian ist Jahrgang 1974, wurde in Teheran geboren, lebt und arbeitet nun aber in New York. Ihren Film mit den Liebe machenden Orangenschalenmännchen finde ich genial. Der Ausdörrungsprozess bewegt die Körper in sinnlicher Manier. Es knistert vor Erotik und bleibt doch abstrakt.

laleh khorramian

Kunstausstellung in DIFC

[Kunst]

Es findet wieder einmal eine interessante Kunstausstellung im Foyer des Dubai International Financial Center statt, kurz DIFC. Sie ist nicht gross aber fein. Die Werke stammen von verschiedenen Künstlern und in verschiedenen Medien. Als ich dann so auf die Namen der Aussteller schaute, stutzte ich. Azza Al Qubaisi ist auch dabei! Die junge Emirati ist Künstlerin, Goldschmiedin und Geschäftsfrau. Sie half mir vor etwa einem halben Jahr einen meiner Wachsformen in Gold zu giessen. Es mag sein, dass Dubai und auch Abu Dhabi Millionenstädte sind, dennoch trifft man immer wieder auf dieselben Leute – mehr als ich es aus europäischen Metropolen kenne. Irgendwie scheint das Clanwesen auch in den modernen Emiraten weiterzuleben und zu behaupten. Eine schöne Sache – wo man sich freuen darf, wenn man dazu gehört.

Arbeit links ist von Azza Al Qubaisi

Azza Al Qubaisi DIFC Kunst

Und dies ist der Schmuck, den ich bei Azza gegossen habe.

design by Andre C. Meyerhans

Picasso Ausstellung in Abu Dhabi

[Kunst]
Während das Picasso Museum in Paris renoviert wird, macht eine exquisite Selektion des Inventars eine Weltturne. Noch bis am 4. September im Emirates Palace in Abu Dhabi zu Gast, zeigt diese Ausstellung eine kompakte und übersichtliche Retrospektive über das Lebenswerk des Künstlers.

In einem separaten Lernzentrum, wird einem auf spielerische und wissenschaftliche weise, Picasso näher gebracht. Es gibt eine Bibliothek, Wissensspiele, interaktive Informationsstationen und einen Tisch, an welchem man Pablosche Formen zu einem eigenen Kunstwerk komponieren kann (ähnlich dem Kunst Aufräumen von Urs Wehrli).

Sehr bemerkenswert finde ich, dass der Eintritt zur Picasso Ausstellung gratis ist. Während es bisweilen im Alltag von Dubai zu viel um Geschäft und Geld zu gehen scheint, zeigt sich Abu Dhabi bei erstklassigen Kulturveranstaltungen überaus grosszügig. Die Kultur-Institution der Hauptstadt organisiert und finanziert Konzerte, Kulturveranstaltungen und Kunstausstellungen – meistens jedoch unter der Woche und somit für mich ausser Reichweite. (Für die schlechteren Massenveranstaltungen zahlt man hingegen internationale Preise.)

Vielen Dank!

picasso abu dhabi 1

picasso abu dhabi 2

Golnaz Fathi

[Kunst]

Gestern war die Vernissage von Golnaz Fathi in der Third Line Galerie. Diese iranische Künstlerin (Jahrgang 1972) beeindruckt mich sehr. Ihre Arbeiten stilisieren die persische Kaligragphie. Ihre Schreibereien haben keine Bedeutung - ausser jener, welcher sie aus graphischer Sicht haben. Verglichen mit ihrer letzten Ausstellung, sind ihre Arbeiten um einiges feiner geworden und monochroner. Mir haben ihre früheren Werke eigentlich besser gefallen, muss aber auch sagen, dass die Bilder dichter geworden sind und mich das auch fasziniert.

Die beigelegten Bilder stammen von der Vernissage... Es war beinahe spannender, die Leute zu betrachten, als die Kunst. Werde wohl nächstes mal wieder am zweiten Tag hingehen...

golnaz fathi

golnaz fathi 2

Museum of Modern Art

[Kunst]

Auch neu entdeckt in Teheran habe ich das Museum of Modern Art. Im Moment findet dort eine Ausstellung mit dem Titel "1000 bottles + 100 images" statt. Es handelt sich dabei nicht um eine öffentliche Institution sondern um ein privates Haus - respektive Häuser, da der Eigentüber gleich auch noch das Nachbargebäude gekauft hat - welches zu einem Museum umgebaut wurde. Interessant ist nicht nur die Kunst, welche gezeigt wird, sondern auch die Architektur.

iran 2  tehran

iran  tehran 2

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