Antwort aus Dubai

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Hallo Phil

Vielen Dank für Deine Nachricht und den interessanten Link über Dubai.

Und damit die anderen Leser wissen, wovon wir reden, hier ein Auszug aus Deinem Mail:

„Hallo André vielen Dank für den spannenden Blog-Artikel gestern. Die Gerüchte über die Befindlichkeit der wichtigsten Person in Dubai... hörst Du die im Geschäft und auf der Strasse, oder in Netz? Auf jeden Fall schätze ich es sehr, einen "Informanten" in Dubai zu haben :) Allerdings -- wenn ich Dich richtig verstehe, gehst Du von Dubai weg? Beste Grüsse –Phil“


Meine Informationen stammen nie aus meinen Geschäftskreisen. Privatleben, dazu gehören auch Blogveröffentlichungen, und Beruf sind bei mir stickt getrennt. Mein Arbeitsumfeld ist etwas sensibel und schreibt diese Segregation vor. Somit kennst Du auch den Grund, weshalb ich über einige der imposanteren Projekte in Dubai nur bedingt schreiben kann.

Mein letzter Beitrag sollte keine Aussage machen über Dinge, welche geschehen sind aber nicht veröffentlicht wurden. Auch hatte ich nicht die Absicht, Gerüchte in die Welt zu setzen. Vielmehr wollte ich aufzeigen, wie sich die Medien verhalten und wie ich die Medien wahrnehme.

Ich habe nicht vor, Dubai in der nächsten Zeit zu verlassen. Die Gründe sind vielfältig:

Ich mache zurzeit ein Executive MBA an der London Business School. Mein Programm hat eine internationale Ausrichtung mit Fokus auf Dubai und den Nahen Osten. Solange die Ausbildung dauert, werde ich keine grössere Neuorientierung vornehmen – wenn, dann geschieht dies danach.

Mein derzeitiger Job ist in Dubai, sehr interessant und nur bedingt betroffen von der Kriese: Ich arbeite für einen Investment Fund und bin für die Real Estate Projekte verantwortlich. Mein Aufgabenbereich spannt von Analysen über strategische Planung, Team und JV Zusammensetzungen bis zur Ausführungsüberwachung.

Zudem gibt es noch einige private Projekte, die ich in Dubai realisieren möchte: Da ist einmal ein Restaurant, das bereits aufgegleist ist, ein Galerieprojekt, das noch in den Kinderschuhen ist und ein Kunstprojekt, das es langsam vom Papier in die Realität schafft. Dann gibt’s noch ein paar kleinere Dinge, die irgendwie auch noch in der Luft schweben aber nicht Ort bezogen sind.

Auch soziale Gründe spielen eine Rolle, dass ich mich nicht von Dubai lösen möchte. Kommt noch dazu, dass es relativ viel Energie kostet, sich an einem neuen Ort einzuleben und ein funktionierendes, soziales Netzwerk aufzubauen. (Ein Netzwerk erweitern ist weniger anstrengend.) Ich weiss nicht, ob ich diese Energie im Moment aufbringen möchte. Diese Frage stellt sich bei mir deshalb, weil ich, wenn ich von Dubai wegziehe, dies in Richtung Osten machen werde. (Sydney könnte dabei der überübernächste Halt sein.)

Alles Gute und bis zum nächsten Mal

André

PS: Für alle Mitleser – Phil und ich haben uns noch nie getroffen aber hatten schon einige Diskussionen auf dem Blog und über Email. Er gehört eben zu jenen Leuten, welche ich dank meiner Schreiberei kennengelernt habe.


Ich möchte mich auch noch bedanken für den Beitrag von Philippe zu meinem letzten Blogbeitrag und die Frage beantworten, weshalb der Blog eingestellt wird.

Der Dubaiblog ist Teil von Hochparterre, und wir sind somit angestellt bei besagter Zeitschrift. Es wurde uns mitgeteilt, dass die wirtschaftliche Situation es nicht mehr erlauben würde, die Blogs weiterzuführen. Das Honorar war für mich nie Anreiz, den Blog zu schreiben, aber es war die nötige Verpflichtung, regelmässig aus Dubai zu berichten. Diese Verpflichtung wird nun aufgelöst, und ich widme mich Dingen, die ich oben erwähnt habe.

Meine Kollegin Anneke Bokern hat versprochen, den Amsterdamblog auf privater Basis weiterzuführen. Die neue Adresse wird sie auf dem Hochparterreblog bekannt geben.

Viele Grüsse in die Schweiz

André

the address

The Address, Downtown Dubai (neben dem Burj Dubai)

Alles hat ein Ende…

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… nur der Dubaiblog hat zwei!

2008 neigt sich dem Ende zu. Ich hoffe, meine Leserschaft kann auf viel Schönes zurückblicken. Fürs kommende Jahr wünsche ich allen alles Gute und viele tolle Erlebnisse. Prosit 2009!

Beim zweiten Ende geht’s weniger ums Jahr als um den Blog selbst: Der Dubaiblog wird auf Ende Februar 2009 eingestellt – Wirtschaftskrise sei Dank.

Für mich waren die letzten zweieinhalb Jahre als Blogautor sehr interessant: Ich lernte viele Leute kennen durch meine Tipperei und lebte etwas intensiver, da ich mich ständig fragte, was denn ungewohnt ist für mich und was meine Leser interessieren könnte. Zudem baute ich ein grosses Fotoarchiv auf, das die Veränderungen in den letzten paar Jahren gut dokumentiert. Allerdings muss ich auch zugestehen, dass zehn Beiträge im Monat schreiben, kein Pappenstiel ist. Meine Leserzahlen reflektierten deutlich, wenn ich `mal etwas weniger Zeit und Gedanken in die Texte fliessen liess.

Dem Ende des Blogs sehe ich aber nicht nur mit einem weinenden Auge entgegen. Ich habe viele neue Ideen, für die ich nun bald Zeit haben werde: Mein berufsbegleitendes Studium, Realisieren einiger eigener Design- undArchitekturprojekte, Erneuern meiner Webseite, … vielleicht werde ich auch etwas mehr Zeit mit Freunden verbringen, statt immer tausend Sachen machen.

Damit meine treuen Leser dem Ende des Dubaiblogs auch mit einem lachenden Auge entgegensehen können, biete ich folgendes an: Schreibt mir, welche Themen Euch interessieren, und ich werde in meinen letzten Beiträgen darüber schreiben. Ich zähle darauf, dass Ihr um einiges kreativer seid als ich und mich mit guten Ideen in Schuss hält – oder zum Schwitzen bringt.

Tja, und wie üblich ein Foto – nicht aus Dubai, denn davon habe ich ja in den letzten Tagen 24 Stück auf den Blog gestellt, sondern aus meinem Urlaub … und weil’s so schön ist, werde noch etwas in dieser Gegend bleiben und mich im Januar wieder melden.

Viele Grüsse

André

sunset

Arbeiten in Dubai

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Letzthin habe ich wieder einmal einen Kommentar erhalten, mit der Frage, wie man einen Job in Dubai erhält. Leider kann ich dafür keine Erfolgsgarantie geben, doch eine knausrige Anleitung fasste ich vor einiger Zeit schon einmal ab. Hier der Link dazu.

Dass das Leben eben doch etwas anders ist in Dubai als in einem europäischen Land, sollte klar sein. Was das im Arbeitsalltag heissen kann, ist hier nachzulesen. Link 1 und Link 2.

Nun noch Kontakte einiger Arbeitsvermittlungsbüros in Dubai. Wie hilfreich diese sind, wenn man nicht länger in Dubai weilt, kann ich nicht sagen.

Arabian Opportunities
Austcorp Recruitment – 
BAC
Bayt.com – 
BBT
Calibrate Consultant – 
Charterhouse
Connect Middle East
Hays – 
IAS Media
Kershaw Leonard
Ma Foi Management Consultants
Millenium Solutions
Ocean Bridge
World Wide Worker -

Jetzt kommt bestimmt noch die Frage, wie viel man denn so verdient - und hier die Antwort. Aber Achtung, die Zahlen können auch trügen... 

Viel Glück!


Welches Bild könnte besser zu diesem Text passen als ein Foto aus einem der Labour Camps in Dubai…

labor camp 1 labor camp 2

PS: Heute hat der Fastenmonat Ramadan angefangen. All meinen muslimischen Freunden und Lesern wünsche ich „Ramadan Kareem.“

Kitsch und Kultur

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Meine Begeisterung für Kitsch ist enorm! Billig und karikaturierend ist es gleich hinter Verbrauchsgütern (alles andere setzt Staub an) das beste Souvenir. Kauf entscheidend bei Kitsch ist, ob es sich an den Kühlschrank heften lässt oder nicht.

Die Viertelstunde Wartezeit auf dem Salalah Flughafen verbrachte ich im einzigen Duty-free Laden der Anlage. Irgendwo auf diesem zehn Quadratmeter grossem Tante Emma Laden entdeckte ich ein Kuriosum, dem ich nicht widerstehen konnte: einen elektrischen Weihrauchverbrenner fürs Auto! Ich bin voll begeistert von diesem überteuerten Ding!
Leider setzt es Staub an und passt auch nicht an den Kühlschrank und so darf sich jemand aus meinem Freundeskreis auf ein tolles Mitbringsel freuen.

oman kitsch  oman kitsch 2

Schönwetterankündigung

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Wenn die Frösche die Leiter hochklettern, gibt's schönes Wetter. Wie steht's mit den Bauarbeitern?

Mit und ohne Frosch-Bauarbeiterprognose: Das Wetter wird morgen schön sein in Dubai.

Bauarbeiten

Überblick

Blue Communities - für nachhaltige Küstenentwicklung

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Blue Communities wurde mit Donner und Getöse Anfang Jahr angepriesen. Wie immer bei solch grossen Vorhaben wurde der Auftritt sensationell orchestriert und perfekt inszeniert. Worum handelt es sich? Nakheel gründete eine Institution zwecks Förderung nachhaltiger Nutzung der Küstenregionen. Das Unternehmen verpflichtete sich, in den nächsten drei Jahren 500 Millionen Dirhams einzuspeisen. Eine überaus grosszügige Geste, würde ich sagen.

blue communities

Was mir hingegen ein Rätsel ist: Wie soll ausgerechnet jene Organisation, Nakheel nämlich, mit Rat und Tat einer Institution vorstehen können, welche die Küstenregion Dubais in einen biologischen Gau verwandelt hat? Alle Aufschüttungen im Arabischen Golf – die Palmen und die Welt – bestehen aus Sedimenten und abgebauten Gesteinen vom Meeresboden. Korallenbänke gibt es keine mehr, Fische sind selten und Wasserströmungen wurden umgelenkt. Otto Normalverbraucher sieht davon nicht viel. Mit aufwändigen Gegenmassnahmen wird der Schein der heilen Welt beibehalten. Und doch, ganz vermeiden lässt sich der visuelle Zerfall nicht: Bisweilen wird der Sand vom Strand abgetragen. Dann kommt das steinige Bett zum Vorschein und Unterhaltsarbeiten müssen vorgenommen werden…

strand

strand dubai

Firmen, welche am Anfang auf die zerstörerische Wirkung dieser Projekte hingewiesen haben, wurden auf die Schwarze Liste gesetzt und erhielten Jahrelang keine Aufträge mehr – so hört man. Auch heute wird Kritik nur von Aussenstehenden vorgebracht – keiner will sich von den lukrativen Arbeiten ausschliessen.

Andererseits, grosse Ideen können nur dann verwirklicht werden, wenn der innere Widerstand minimiert wird.

Bilder aus Dubai

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Ich habe immer noch Besuch und möchte mich lieber um diesen kümmern als um den Blog. Deshalb wieder einmal "nur" ein paar Bilder aus Dubai. Viel Spass und bis dann.

verkehrsschilder  Burj al arab

Bilder aus Dubai

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Dubai light  Dubai Palm

Kite Surfen

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Auf dem Rundgang, von welchem ich bereits im letzten Blog berichtet habe, verweilten wir auch am Strand. Die aufgeblähten Matratzen der Kite Surfer surrten am Himmel und tanzten ihr buntes Ballet auf der blauen Bühne. Gerne hätte ich mich gleich selbst an einen der Drachen gehängt und die Wellen geschnitten. Ich setzte dann doch nicht zur halsbrecherischen Surfakrobatik an. Zum einen war’s einfach zu kalt für meinen Wärme verwöhnten Körper, zum anderen habe ich gar keine Ahnung vom Kitesurfen (wünsche jedoch seit Jahren, diesen Sport zu erlernen).

Früher war das Völkchen der Kite-Surfer an einem anderen Strand. Da sich Surfer, Sonnenanbeter und Schwimmer nicht arg gut vertragen, mussten sich die coolen Beachboys gemäss einer Verordnung verziehen. Wie man sieht, haben sie’s überlebt und vermehren sich weiterhin.

 

kite surfen 1kite surfen 2

Eine verkehrte Welt

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Ariel wäscht – wie alle Waschmittel – weisser.

Nun, dass nicht überall auf der Welt weisser gewaschen werden möchte, entdeckte ich letzthin beim einkaufen. Henkel hat eine Marktlücke entdeckt und bietet ein Waschmittel an, welches schwarzer wäscht! Was ein Ladenhüter in der westlichen, ist ein Kassenknüller in der nah östlichen Welt. Prominent auf Augenhöhe findet man Persil Schwarz in den Regalen hierzulande.

Die Abaya tragende Bevölkerung dankt’s.Persil Schwarz

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